IFUA | Institut für Umwelt-Analyse

Aktuelles

Erdwärme zur Energienutzung (März 2011)

Unterhalb der Erdoberfläche bleibt die Temperatur bei etwa 9°C° konstant, steigt aber ab einer Tiefe von ca. 20 m kontinuierlich mit zunehmender Tiefe an. Diese Wärme können wir als erneuerbare Energie nutzen.
Die Erdwärme der oberflächennahen Schichten der Erde bis ca. 400 m Tiefe (oberflächennahe Geothermie) kann direkt zur Wärmeversorgung mittels Wärmetauscher genutzt werden. Auch die Kühlung eines Gebäudes lässt sich realisieren. Die Zahl von Erdwärmeanlagen zur Nutzung der oberflächennahen Geothermie ist in den letzten 10 Jahren enorm gestiegen. Diese sanfte Energienutzung ist ökologisch wünschenswert, sofern eine Beeinträchtigung des Grundwassers ausgeschlossen werden kann. Zum Schutz des Grundwassers in sensiblen Gebieten (Wasserschutzgebiete oder Heilquellenschutzgebiete) ziehen die Umweltämter daher externes hydrogeologisches Fachwissen und Fachberater wie die IFUA-Projekt-GmbH hinzu.
Ob eine nachteilige Beeinträchtigung des Grundwassers eintreten kann, hängt von drei wesentlichen Faktoren ab:
- die hydrogeologische Situation am Standort
- die bautechnische Ausführung der Anlage
- die Standortlage sensibler Grundwassernutzungen
(Trinkwasser, Heilquellen, Mineralwasser)
Eine Koexistenz von Erdwärmenutzung und Grundwasserschutz kann in den meisten Fällen durch eine angepasste Modifikation von Auflagen zu technischen Ausführungen hergestellt werden.
Zu den Aufgaben unserer Fachbegleitung gehört zunächst die Bohranlaufberatung, bei der die Bohrfirma auf mögliche Probleme und Besonderheiten hingewiesen wird. Der weitere Bohrablauf erfolgt in enger Abstimmung mit dem Hydrogeologen.
Eine weitere Grundlage für den dauerhaft wirtschaftlichen Betrieb einer Erdwärmeanlage ist die richtige Auslegung der Quelle sowie die richtige Abstimmung der Anlagenteile. Auch die Prüfung der Wärmekapazitätsberechnung und der Auslegung der Anlage können wir auf Wunsch durchführen.
Die Bohrungen zur Errichtung der Erdwärmeanlage müssen dokumentiert und den Fachbehörden vorgelegt werden. Die im Genehmigungsbescheid genannten Auflagen werden von uns während der Projektdurchführung überwacht.
Weitere Leistungen der IFUA-Projekt-GmbH:
• Abstimmung mit den Fachbehörden und Genehmigungsplanung (Erstellung der Antrags- und Genehmigungsunterlagen)
• Erstellung von Ausschreibungsunterlagen, Unterstützung des Auftraggebers bei der Vergabe
• Fachliche Begleitung von Testbohrungen und Versuchen (Thermal Response Test bis zur Temperaturkonstanz), inkl. Auswertung
• Auslegung der Erdwärme-Sondenanlage
• Dokumentation der Maßnahmen

Erdwärme ist unabhängig von den Wetterbedingungen und rund um die Uhr verfügbar. Fast überall ist der geologische Untergrund für eine wirtschaftliche Nutzung dieser oberflächennahen Geothermie geeignet.

 

 

Neue Mitarbeiterinnen in der IFUA-Projekt-GmbH (September 2010)

Seit kurzem wird unser Team durch zwei neue wissenschaftliche Mitarbeiterinnen in den Arbeitsbereichen Bodenschutz, Altlasten, Altstandorte und Sanierung tatkräftig unterstützt durch Patrycja Jakschik und Simone Tempel.

Patrycja Jakschik (M. Sc. Geowissenschaften) und
Simone Tempel (Dipl.-Ing. Bodenwissenschaften)

 

 

Umwelt trifft Architektur (Mai 2010)

Zur Erweiterung unseres Leistungsspektrums haben wir im Frühjahr 2010 eine Arbeitsgemeinschaft zwischen dem IFUA, Bielefeld und dem Architekturbüro kosel-architektur, Hameln gebildet. Dadurch sind wir nunmehr in der Lage, eine für diese Region wohl einzigartige Kombination der Bereiche Untersuchung / Begutachtung / Baubiologie und Architektur aus einer Hand anzubieten.
In den letzten Jahren hat eine rasante Entwicklung der im Bausektor eingesetzten Materialien stattgefunden. Zu der stetig wachsenden Anzahl von neuen Baustoffen kommen immer höhere Anforderungen des energiesparenden Bauens und Modernisierens hinzu.
Als Folge der daraus entstehenden mitunter sehr komplizierten Konstruktionen treten oftmals nicht zu unterschätzende Ausführungsmängel auf. Daraus können sich Bau- und Feuchteschäden, wie z.B. Schimmelbildung ergeben, die nicht selten gesundheitliche Auswirkungen haben.
Besonders in Gebäuden die vor den 1990er Jahren gebaut wurden, ist mit erhöhtem Vorkommen von flüchtigen Schadstoffen oder Fasern zu rechnen. Um die Art und Konzentration der Schadstoffe in den Gebäuden zu erfassen, werden vom Institut für Umwelt-Analyse die entsprechenden Messungen durchgeführt und bewertet. Anschließend erstellt - sofern erforderlich - das Architekturbüro kosel-architektur ein darauf abgestimmtes Sanierungskonzept.

 

 

Bodenfunktionskarten für Hannover fertig gestellt (März 2010)

Die Landeshauptstadt Hannover verfügte bislang nicht über fachgerechte Informationsgrundlagen zur Berücksichtigung des vorsorgenden Bodenschutzes in der kommunalen Planung und Umweltprüfung. Die IFUA-Projekt-GmbH wurde daher damit beauftragt, in einem ersten Schritt ein Verfahren zur Bewertung der in Hannover relevanten Bodenfunktionen zu entwickeln und dieses in einem zweiten Schritt durch Erstellung von GIS-Karten umzusetzen. Die Ergebnisse des Gesamtvorhabens liegen jetzt vor.

Die Verfahrensentwicklung berücksichtigte die Bodenteilfunktionen "Lebensraum für Pflanzen" (Bewertungskriterien "natürliche Bodenfruchtbarkeit", "Biotopentwicklungspotenzial", "Naturnähe"), "Wasserhaushalt" (Bewertungskriterium "Wasserspeichervermögen") und "Archiv der Natur- und Kulturgeschichte" (Kriterien "geowissenschaftliche Bedeutung", "kulturgeschichtliche Bedeutung", "Seltenheit"). Es wurde auch eine Vorgehensweise zur zusammenfassenden Bewertung dieser Funktionen entwickelt, das Erkennen der Schutzwürdigkeit von Böden "auf einen Blick" ermöglicht. Ergänzend wurde ferner die Filterfunktion gegenüber Schwermetallen bewertet. Die Arbeiten wurden vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz sowie vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) fachlich begleitet.

Die Umsetzung des Verfahrens erfolgte in Kooperation mit dem für Institut für Physische Geographie und Landschaftsökologie der Universität Hannover. Im Rahmen einer Diplomarbeit wurde die "Bodenkundliche Stadtkarte Hannover" im Maßstab 1 : 25.000 so aktualisiert, aufbereitet und ergänzt, dass sie im LBEG als Grundlage zur Durchführung von Bodenfunktionsbewertungen mit Hilfe des Niedersächsischen Bodeninformationssystems (NIBIS) herangezogen werden konnte. In einer zweiten Diplomarbeit wurden umfangreiche Datenauswertungen zur Ermittlung der Naturnähe Hannoveraner Böden vorgenommen und eine entsprechende Ergebniskarte produziert. Für alle genannten Bewertungskriterien liegen nunmehr fünfstufige Ergebniskarten vor, aus denen die Schutzwürdigkeit der Böden in Hannover hervorgeht. Die zusammenfassende Bodenfunktionsbewertung und die Aufbereitung aller Karten als ArcGIS-Projekt wurde von der IFUA-Projekt-GmbH vorgenommen. Die Stadt Hannover verfügt somit nunmehr über ein geeignetes Instrument zur Berücksichtigung des vorsorgenden Bodenschutzes.

 

 

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